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Erster Einsatz Im Busch


Ja, ich bin tatsächlich in den Bush geflogen. Unser "Auftrag" war es, ein Kamerateam, einen Tierarzt, zwei Evangelisten und eine Krankenschwester mit ihrem Mann in eine weit entferntes Gebiet zu fliegen. Wir wollten dort für zwei Nächte bleiben. Wir brauchten also genug Wasser, Zelte, essen, etc. und am Besten alles sehr leicht, weil unser Startplatz auf 1800 Meter lag. Die Temperatur in dieser Höhe ist trotzdem noch bei ca. 30 bis 35 Grad Celsius. Wir haben also eine Heisse und Hohe Situation fürs fliegen. Das heisst sehr wenig Leistung, die der Hubschrauber bringen kann.

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Das ist unser Heli Landeplatz bei der Missionsstation. Von da aus haben wir für den Hinflug drei Flüge machen müssen, um all das Gepäck und die Leute an den Zielort zu bringen. Normalerweise passen sechs Personen, inkl. Pilot in den Heli, in dieser Situation aber nur max. 3, plus Pilot und Gepäck

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Dieses Zelt war das erste "Gebäude" vor vielen Jahren auf dem Gelände. Als die Missionsorganisation einmal bei einer Hungersnot ausgeholfen hat, haben die Einheimischen dort angefangen sich nieder zu lassen. So ist dann ein Dorf entstanden, bis heute.

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Hier sind wir gerade gelandet, wo in den nächsten Tagen unsere "Basis" sein wird. Sobald der Rotor des Heli gestoppt hatte, sind die Leute sofort gekommen und haben sich den Hubschrauber aus nächster Nähe angeschaut und das leider nicht nur mit den Augen. Wir haben dann gleich einen Zaun um den Helikopter aufgestellt, damit mit dem teuren Fluggerät nichts passiert. So war dieses Gefährt doch das einzige Mittel um uns wieder in die Zivilisation zu bringen.

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Hier sitzen wir am Abend alle im Kreis und jeder hat etwas Essen ausgepackt und mit jedem geteilt. Fast haben wir gegessen wie zu Hause.

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Die Kinder haben es geliebt, wenn man von Ihnen Fotos gemacht hat. Einer von unserem Kamerateam hat es verstanden, die Kinder zu unterhalten und sie zu fotografieren. Was ich besonders schön fand war, das er eine Sofortbildkamera dabei hatte und damit auch Fotos gemacht hat, die er dann den Personen schenken konnte. Die waren dann besonders stolz, ein eigenes Foto von sich zu haben.

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Das sind Fotos von einem der Dörfer, bei denen wir ganz in der Nähe gelandet sind. Die Leute sahen sehr froh aus und waren uns auch freundlich gesonnen.

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Die Dörfer hatten sogar eine Art Mauer außen, die aus Stöcken und Dornen gemacht waren. Im inneren des Dorfes befanden sich auch solche Mauern, nur nicht ganz so hoch gebaut. Dort befanden sich dann die Kühe, die wir gegen Zecken und anderen lästigen Viechern behandelt haben.

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Hier ein schöner Sonnenuntergang. Im Vordergrund kann man eines unserer Zelte sehen.

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Nach drei Tagen im Busch, hatten wir ein gutes Mittagessen auf der Missionsstation. Es war leckeres tratitionelles Essen. Sicher war auch jeder glücklich, etwas frisches Wasser über seinen Körper laufen zu lassen, der von Schweiß und Dreck bedeckt war.

© M u L Geiger 2017